Hinter den Kulissen
Es ist schön im Rampenlicht zu stehen und den verdienten Applaus des Publikums zu hören. Schließlich hat man oft ein wochenlanges, hartes und manchmal auch zermürbendes Proben bis zu diesem Höhepunkt hinter sich. Doch mit dem ersten Klatschen, einem herzlichen Lacher der Zuschauer ist alles vergessen. Was für den Zuschauer meist nicht ersichtlich ist, sind die stillen Helden im Hintergrund, die mitunter minutiöse, ja sogar auf die Sekunde genaue Arbeiten verrichten müssen. Ohne sie ging kein Theater auf der Welt über die Bühne. Wir die Theatergruppe Lauben, schätzen uns glücklich, auf so viele Mitarbeiter zurück greifen zu können.
Bei uns wirken zunächst die Bühnenbauer. Unter der Regie von Ludwig Fischer (Bild links) sind auch Willi Rothbauer und Hermann Nebel mit Schwerarbeit beschäftigt. Ludwig ist zudem noch der Mann am Vorhang und der Schreiner auf die Schnelle, wenn in einer Vorführung gleich eine Bank und ein Schemel demoliert werden. Und auf sein Talent als Spieler greifen wir immer gerne zurück.
Ohne Werbung keine Zuschauer und ohne Zuschauer kein Spiel. Adolf Fischer kennt jede Plakatsäule und jede Anschlagmöglichkeit in der näheren und weiteren Umgebung. Und wenn Adolf irgendwo mit einem zusammengerollten Stück Papier in ein Geschäft geht, weiß jeder: aha, in Lauben wird wieder Theater gespielt. Je näher die Premiere rückt, umso größer die Hektik.
Helga Krause hat dann zu Hause keine Ruhe mehr, denn sie ist für den Vorverkauf zuständig. Karten verkaufen, umbestellen, nachbestellen, die besten Plätze aussuchen - dies alles meistert sie neben dem Proben und Lernen, denn sie ist ja auch noch aktiv dabei.
Die bestellten Karten, sofern nicht gleich abgeholt und bezahlt, werden von Rita Fischer und Günter (Bim) Klimmer an der Abendkasse an die Frau oder den Mann gebracht. Seit Jahrzehnten (!) sind sie ein eingespieltes Team und Nachfolger sind noch nicht in Sicht.
Noch bevor die ersten Zuschauer eintreffen, ist bereits Christa Wiedemann an der Arbeit. Je nach Spielerzahl ist sie 2 - 3 Stunden mit der Maske beschäftigt und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Auch während des Spiels ist sie ständig mit umschminken und ähnlichem beschäftigt. Etliche Jahre war Christa Wiedemann zugleich auch Spielleiterin unserer Gruppe.
Perfekt beherrscht ihr Mann Hans inzwischen die vor zwei Jahren neu eingebaute Licht- und Tontechnik im Haus Birkenmoos. Einspielen von Stimmen, Tönen oder Musik sind für ihn ebenso selbstverständlich wie die unterschiedliche Helligkeit auf Bühne oder im Zuschauerraum.
Nichts entgeht ihr, alles beobachtet sie und immer wieder die Frage: hast Du dies, hast Du das! Gemeint ist unsere Inspizientin Helga Stiefenhofer. So gewissenhaft wie sie früher ihre Rollen spielte, so gewissenhaft übt sie nun ihre neue Aufgabe aus. Dies ist für uns Spieler eine unwahrscheinlich spürbare Entlastung.
Bei den Proben bereits fast immer dabei und eine moralische Unterstützung, sofern man sie nicht hört, ist unsere Souffleuse Maria Fraas. Pünktlich und zuverlässig ist sie zur Stelle und allein die Anwesenheit von ihr gibt eine entsprechende Sicherheit im Spiel. Auch sie begann als aktive Spielerin und weiß, worauf es bei einer Souffleuse ankommt.
Einst eine Stammspielerin, die viele, viele Jahre selbst auf der Bühne stand, übernahm Annemarie Regending 2005 die Spielleitung. Ihre große Erfahrung bringt sie gekonnt in ihr neues Aufgabenfeld mit ein. Auch wenn sie äußerlich gelassen wirkt, so hat sie die notwendige Angespanntheit, sprich Lampenfieber, auch als Spielleiterin noch beibehalten. Annemarie ist zudem eine exakte Schriftführerin für die Theatergruppe.
Wenn auch nicht mit Foto vorgestellt, so wollen wir doch einige Personen zusätzlich nennen. Unsere Floristin Roswitha Rausch, die sich immer vorbildlich um die Bühnenausstattung kümmert. Cordula Schlichtíng und Hubert Lingg erstellen die Texte für die Presse, Hubert hat auch die Begrüßung zu Beginn des Spieles übernommen. Damit jedes Stück gefilmt und fotografiert wird haben wir Alois Königsberger und Fritz Bäumler. Eine Präsentation des letzten Stückes ist jedes Mal eine herrliche Auflockerung des Theateressens am Jahresanfang. Nicht zu vergessen unser Vorstand Willi Fischer, der zugleich als Elektromeister auch für viele Fragen der Technik herangezogen wird.
